Zuerst, zum
besseren Verständnis, das Höhenprofil unserer Tour. Durch Anklicken kann
es vergrößert werden.

360 Grad-Panorama vom Gipfel des Jetung Chusang (6647 m)
(mit Maus klicken und bewegen)
2.9. Flug nach Abu Dhabi
Start unserer 5wöchigen Expedition. Mit Gulf Air fliegen wir ab Frankfurt/Main via Bahrein nach Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am Tag waren hier 45°C im Schatten. Als wir gegen Mitternacht eintreffen, ist es immer noch unfassbare 34°C heiß. Nach 20minütigem Transfer erreichen wir unser Hotel. Die Übernachtung ist im Flugpreis inbegriffen. 1:00 Uhr nachts erhalten wir noch ein recht üppiges Abendessen.

3.9. Ankunft in Kathmandu
Am Morgen geht unser Flug nach Kathmandu. Für die Einreise sind diverse Formulare auszufüllen, beim Anstehen an langen Schlangen vor den Schaltern ist unsere Geduld gefragt, aber irgendwann haben wir endlich das Visum und halten unser Gepäck in den Händen. Vorm Flughafen werden wir von Niru
Rai, dem Chef unserer Agentur Geo Adventure Trekks, herzlich mit Blumengirlanden empfangen – nach dem ganzen Stress eine wohltuende Geste. Mit einem Kleinbus werden wir quer durch die belebten Straßen von Kathmandu zum zentrumsnah gelegenen Hotel Harati gebracht.
4.9. Besichtigung von Kathmandu
Heute ist Sightseeing angesagt. Zuerst besuchen wir den Tempelbezirk von Pashupati Nath und sind von den vielen fremdartigen Eindrücken erst einmal überwältigt. Doch das ist nur der Anfang. Auf unserer heutigen Tour rund um bzw. durch die Stadt geht es weiter
zum bedeutenden, liegenden Vishnu Narayana im Norden der Stadt (Buddhanilkantha) und zur gewaltigen buddhistischen Stupa von
Bouddhanath. Mit Blick auf die Stupa machen wir in einem Restaurant auf einem der angrenzenden Häuser unsere Mittagspause. Am Nachmittag steht die Tempelanlage von
Swoyambhu, aussichtsreich auf einem grünen Hügel hoch über der Stadt gelegen, auf dem Programm. Da gerade ein Fest im Gange ist, sind sehr viele Einheimische unterwegs und mehrere Musikkapellen versuchen, sich auf engstem Raum zu übertönen. Auch ist der Tempelbereich von unzähligen Affen bevölkert, die scheinbar recht gut von den anfallenden Abfällen leben können. Überall wehen die farbenprächtigen Gebetsfahnen. Am Abend lädt uns Niru zum Essen ein, wobei wir auch unseren sympathischen Koch Ganesh
Rai, einen Cousin von Niru, kennenlernen. Er wird in den drei Wochen am Berg unser unverzichtbarer Begleiter sein. Für die verbleibenden Besorgungen vor dem Abflug nach Tibet gibt er uns schon mal wertvolle Tipps.

5.9. Sightseeing Durbar Square
Genau wie gestern ist heute Sangha, ein weiterer Cousin von Niru, unser Begleiter und Führer durch das Straßengewirr von
Kathmandu. Unser Ziel, der Durbar Square, liegt in der Nähe des Hotels, so dass wir zu Fuß gehen können. Mitten in der Stadt gelegen, handelt es sich hier um eine interessante Ansammlung von verschiedenen Tempeln und historischen Gebäuden, über die uns Sangha immer wieder neue und interessante Dinge zu berichten weiß. Den Rest des Tages verbringen wir mit dem Unterschreiben und Adressieren unserer Grußpostkarten, mit letzten Einkäufen (z.B. Gaskartuschen, Wein und Whisky) sowie mit der Pflege unseres Online-Tagebuches im Internetcafé nur wenige Schritte vom Hotel entfernt.

6.9. Flug nach Lhasa/Gongkar
Kurz vor unserer geplanten Einreise nach Tibet hat die Chinesische Regierung in Lhasa pompös den 40. Jahrestag der „Autonomen Region Tibet“ gefeiert. Um dabei ungestört zu sein, durften während dieser Zeit keine Ausländer einreisen. Bis kurz vor Beginn unserer Reise schien es so, dass dies auch uns betreffen würde. Dann hätten wir heute nicht wie geplant nach Tibet fliegen können, sondern dazu mindestens noch 2 Tage warten müssen. Doch irgendwie hatte sich die Situation wieder geändert und wir hatten nun doch Flugtickets für den heutigen Tag von Niru bekommen.
Wahrscheinlich war eine der Mahlzeiten gestern verdorben: Stefan und Jana haben massiv mit Erbrechen und Durchfall, Ingo nur mit Durchfall zu kämpfen. Nur Jo und Uwe geht es weitestgehend gut. Dazu kommt eine schier endlose Warterei an diversen Schaltern und bei Gepäckkontrollen auf dem Flughafen in
Kathmandu. Als wir endlich alle Kontrollen passiert haben, erfahren wir, dass das Flugzeug bereits auf dem Herflug zwei Stunden Verspätung hat und sich der Abflug entsprechend verzögert.
Da noch Monsunwetter herrscht, sind aus dem Flugzeug auf nepalesischer Seite kaum Berge zwischen den Wolken zu sehen. Ein gewaltiges Massiv, was sich für kurze Zeit zeigt, scheint der Kandschenzönga zu sein. Auf der tibetanischen Seite ist das Wetter besser. Wir fliegen über die kargen und meist schneefreien Bergketten des tibetanischen Hochlandes. Kurz vor der Landung sehen wir deutlich das Massiv des Nojin Kansa (7205 m), unser geplantes Expeditionsziel, aus nächster Nähe unter uns. Kurz darauf taucht der markante Yamdroksee (4558 m) mit seinen unzähligen Buchten und Seitenarmen auf. Wenig später landen wir bereits in
Gongkar, ca. 60 Kilometer von Lhasa entfernt. Bei den chinesischen Einreiseformalitäten ist wieder Geduld gefragt, aber irgendwann haben wir auch hier alle Kontrollen passiert und werden von
Tsering, unserem örtlichen Guide, empfangen. Die milde und trockene Gebirgsluft ist ein angenehmer Kontrast zum feuchtwarmen Klima
Kathmandus. Mit einem Kleinbus fahren wir nach Lhasa, wo wir im angenehmen Hotel Flora, ruhig und doch zentrumsnah untergebracht sind. Wir merken zwar, dass wir uns jetzt über 2000 Meter höher als in Kathmandu befinden, aber echte Höhenprobleme inklusive Kopfschmerzen bleiben glücklicherweise aus.
7.9. Sightseeing Lhasa: Jokangtempel
Am Vormittag besichtigen wir unter Führung von Tsering den 1300 Jahre alten Jokang Tempel im Zentrum von
Lhasa. Stefan hat zu den Magen-Darm-Problemen auch noch Husten bekommen, den er mit Antibiotika behandelt. Er bleibt vorsorglich im Hotel. Der Jokang Tempel ist eine der bedeutendsten Pilgerstätten im buddhistischen Tibet. Als wir den Tempel erreichen, ist er in dichten Rauch gehüllt, der von den Feuern stammt, die die Pilger in eigenartigen Öfen auf dem Platz vor dem Tempel entzünden. In langen Schlangen warten die Pilger geduldig vor dem Eingang, bis sie nach mehreren Stunden endlich den Tempel betreten können. Sie werfen sich immer wieder vor dem Eingang des Tempels auf den Boden. Wir als Touristen müssen uns nicht mit in die lange Schlange der Pilger einreihen und dürfen den Tempel über einen separaten Eingang betreten und ihn so ohne Umschweife besichtigen. Im Innern warten unzählige Buddhastatuen auf uns. Es ist sehr eng und immer wieder müssen wir uns zwischen den wartenden Pilgern hindurchzwängen. Später gehen wir auf das Dach des Tempels, das einen schönen Blick über die Stadt bietet. In einigen Kilometern Entfernung überragt der berühmte Potalapalast auf einem Hügel alle Gebäude der Stadt. Zum Mittagessen lernen wir die gewöhnungsbedürftige tibetanische Küche erstmals kennen. Am Nachmittag kommen wir direkt am Potalapalast vorbei – ein eindrucksvoller Anblick. Zu seinen Füßen stehen noch die Überreste der großen Bühne, auf der die chinesische Administration vor wenigen Tagen die Jubliäumsfeiern anlässlich des 40-jährigen Geburtstages der „autonomen Region Tibet“ abgehalten hat – ein sehr surrealer und nachdenklich stimmender Anblick. Auf eigene Faust besichtigen wir die Innenstadt von Lhasa mit ihren vielen Geschäften und Souvenirständen. Hier trifft das historische tibetische Lhasa auf das moderne China.

8.9. Sightseeing: Potalapalast und Kloster Sera
Am Vormittag steht einer der Höhepunkte der Reise auf dem Programm. Wir besichtigen den
Potalapalast, die Sommerresidenz der Dalai Lamas. Obwohl wir während der mehrstündigen Führung nur einen kleinen Teil des Palastes
kennenlernen, sind wir immer wieder auf’s Neue beeindruckt. Wir sehen unzählige gewaltige Buddhastatuen und Mandalas sowie Stupas aus mehreren Tonnen massivem Gold. Die Vorstellung, dass der amtierende Dalai Lama von hier vertrieben wurde und gezwungen ist, im Exil zu leben, ist bedrückend. Dieser Sachverhalt kommt hier wie erwartet mit keiner Silbe zur Sprache.
Im Anschluss daran besichtigen wir eine Teppichmanufaktur. Hier kann man zusehen, wie die typischen tibetanischen Teppiche entstehen, die man auch für mehrere tausend Dollar erwerben kann. Daneben wird hier noch ein weiteres filigranes Handwerk vorgestellt: Glasflaschen und –kugeln werden von innen mit feinen chinesischen Motiven bemalt.
Am Nachmittag besichtigen wir das Kloster Sera, eines der beiden großen buddhistischen Klöster am Stadtrand von
Lhasa, wo mehrere hundert Mönche leben. Neben den Bildern und Statuen ist für uns die Beobachtung der Debattierstunden der Novizen im Klostergarten besonders interessant. Mehrere Dutzend rot gekleidete junge Mönche sitzen bzw. stehen dort im Schatten der Bäume und debattieren lauthals, wobei die Wortführer immer wieder eine markante Geste wiederholen, bei der sie zur Betonung ihrer Argumente auf eigenartige Weise in ihre Hände klatschen. Am oberen Rand des Klostergeländes herrscht dagegen eine angenehme Stille. Hier wurden farbenfrohe Inschriften und Buddhadarstellungen am Fels angebracht. In der Spätnachmittagssonne genießen wir den Blick über das Kloster und die Stadt.
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9.9. Akklimatisation und Kultur: Kloster Ganden
Mit dem Bus fahren wir eine gute Stunde am Lhasariver flussaufwärts. Abrupt verlassen wir die Straße. Eine Schotterpiste führt in unzähligen Serpentinen über Yakalmen steil bergauf. Am Ende der Piste erreichen wir das einzigartig gelegene Kloster
Ganden. In nur wenigen Minuten haben wir hier fast 700 Höhenmeter überwunden und spüren die dünnere Luft. Vor der eigentlichen Besichtigung empfiehlt uns unser Führer den Aufstieg auf einen grünen Hügel südlich des Klosters. Also geht es sofort noch einmal 250 Höhenmeter über enzianbewachsene Wiesen hinauf. Oben, 4550 Meter über dem Meer, erwarten uns farbenprächtige Gebetsfahnen und ein eindrucksvoller Blick auf das unter uns liegende Kloster und das ausgedehnte und nahezu unverbaute Tal des
Lhasarivers. Am Gipfel schweben Geier über uns. Innerhalb kürzester Zeit haben wir heute 900 Höhenmeter zurückgelegt. Wir fragen uns, wie wir das vertragen werden – aber die nächsten Tage werden zeigen, dass es uns keine Probleme bereitet. Wieder zurück am Kloster müssen wir zunächst unseren Führer suchen. Nachdem wir unser Lunchpaket vertilgt haben, zeigt er uns das Kloster. Während der Kulturrevolution wurde es wie einige hundert weitere in Tibet von den Chinesen komplett zerstört und das Bekenntnis zum Buddhismus wurde untersagt. Glücklicherweise änderte die chinesische Regierung Anfang der 80er Jahre ihre Einstellung. In diese Zeit fällt der Wiederaufbau des Klosters, welches heute wieder von den Mönchen bewohnt und genutzt wird. So sind alle Tempel und Häuser, die wir heute besichtigen, erst reichlich 20 Jahre alt. Ganden ist auch Ausgangspunkt für eine vier- bis fünftägige Trekkingtour, welche nach Süden über mehrere 5000 Meter hohe Pässe zum Kloster Samye führt.

10.9. Wanderung auf den Pobhari
Der heutige Tag soll der weiteren Akklimatisation dienen und ist im Gegensatz zu den vergangenen Tagen ein reiner Wandertag. Stefan bleibt heute leider wieder im Hotel, um sich zu schonen. Zusammen mit einer Hotelangestellten als Dolmetscherin geht er zum Arzt unweit des Hotels. In der mit einfachen Mitteln ausgestatteten Praxis wird er an den wartenden Tibetern vorbeigewunken und dem Arzt vorgestellt. Der attestiert ihm nach Blutdruck- und Fiebermessen, dass die Gesundheitskurve wieder nach oben zeigt. Die ganze Behandlung inklusive der Ausgabe von Medikamenten kostet umgerechnet ganze sieben Euro.
Der Pobhari ist ein heiliger und somit gebetsfahnengeschmückter Berg. Er ist 4350 Meter hoch und liegt südlich der Stadt. Von vielen Punkten in der Stadt – so auch von unserem Hotel – ist er zu sehen und selbst auf diese große Entfernung sind die vielen Gebetsfahnen am felsigen Doppelgipfel gut zu erkennen. In den letzten Tagen wollte uns unser Führer von der Besteigung abbringen. Er begründete das mit der chinesischen Militäreinrichtung am Fuß des Berges und mit daraus resultierendem möglichem Spionageverdacht. Letztendlich können wir aber doch wie geplant zu dieser Wanderung aufbrechen. Die Wanderung beginnt direkt neben der großen Brücke über den
Lhasariver. Bis dahin werden wir mit dem Bus gebracht und zu festgelegter Zeit auch wieder abgeholt. Über 700 Höhenmeter folgen wir viel begangenen Pilgerpfaden. Der Blick über den Lhasariver hinweg auf die Metropole wird mit jedem zurückgelegten Höhenmeter eindrucksvoller. Auf 4109 Metern erreichen wir einen ersten Vorgipfel. Auch hier bereits viele Gebetsfahnen. Bis hierher war der Weg technisch einfach, aber steil und mühsam. Das ändert sich bald. Nach einem kürzeren Flachstück wird der Weg ausgesetzt und führt durch schrofiges und felsdurchsetztes Gelände. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier unabdingbar, dafür geht es aber nicht mehr ganz so steil bergauf. Am Ende führt der Weg noch einmal steiler durch die Rinne, die den Doppelgipfel teilt. Da zwischen beiden Gipfeln unzählige Girlanden von Gebetsfahnen gespannt sind, geht man auf den letzten Metern wie unter einem farbigen Baldachin, durch den im milden Sommerwind immer wieder die Sonnenstrahlen blitzen. Die letzten Meter berühren unsere Füße kaum noch den Boden, da wir hier über ein weiches Kissen aus Gebetsfahnen steigen.
Bevor wir den langen Abstieg antreten, genießen wir die Aussicht bei einer ausgedehnten Gipfelrast.

11.9 Wanderung auf den Ganpeiwutse
Ein weiterer heiliger Berg befindet sich im Nordwesten auf der entgegen gesetzten Seite der Stadt. Der Ganpeiwutse (5210 m) wurde noch vom jungen Dalai Lama bestiegen, bevor er aus Tibet fliehen musste. Die Tour ist auf Grund ihrer Länge (1400 hm) konditionell anstrengender als tags zuvor unsere Wanderung auf den
Pobhari. Dafür bewegt man sich durchwegs auf unschwierigen Wanderwegen. Ausgangspunkt ist das Kloster Drepang (3800 m). Hier wurden wir von unserem Busfahrer und unserem Führer abgesetzt und die Abholung für 17:30 Uhr vereinbart.
Zuerst geht es hinter dem Kloster entlang, wo wir noch auf viele Pilger treffen. Dann führt der Weg für kurze Zeit in ein malerisches Tal. Von da ab schlängelt sich der Pfad für viele hundert Höhenmeter über mehr oder minder steile Bergflanken bergauf. Auf einer Höhe von 4600 Metern ist der Anstieg von einer längeren Querung unterbrochen, an deren Ende eine kleine Einsiedelei steht. Hier bleibt Stefan, der immer noch nicht richtig fit ist, zurück. Die Mönche der Einsiedelei gestatten ihm ein Mittagsschläfchen auf der Dachterrasse.
Wir verpassen irgendwie den Weiterweg und steigen in einem großen Bogen, anfangs über
Yakpfade, später weglos über Wiesen und am Ende über grobes Blockwerk weiter auf. Wir erreichen einen langgezogenen Rücken, auf dem wir auch wieder auf den vielbegangenen Pilgerweg stoßen. Hier oben merken wir erstmals deutlich die große Höhe. Auf den letzten Metern zum Gipfel passieren wir viele Steinmänner. Gegen 16:00 Uhr erreichen wir, zuerst Uwe und Jo, kurz darauf Jana und Ingo, den Gipfel, wo wir wieder einmal von Gebetsfahnen umgeben sind.
Zurück an der Einsiedelei versuchen wir mit Hilfe der freundlichen Mönche, unseren Führer Tsering per Handy zu erreichen, um ihm mitzuteilen, dass wir nicht pünktlich zurück sein werden, aber leider geht er nicht an sein Telefon. Der weitere Abstieg zieht sich bis 19:30 Uhr hin. Glücklicherweise hat der Fahrer mit dem Bus seit zwei Stunden gewartet und ist uns dafür auch nicht böse. Wir bedanken uns und geben ihm ein Trinkgeld.

12.9. Fahrt zum Basislager am Nojin Kansa
Heute brechen wir zum Basislager am Nojin Kansa auf. Mit dem Bus geht es von Lhasa über den Kamba La Pass (4800 m) vorbei am riesigen, türkisfarbenen Yamdroksee über die letzte größere Ortschaft Nagarze zum Karo La Pass (5050 m), welcher den Nojin Kansa (7205 m) im Norden von der Berggruppe mit dem Jetung Chusang im Süden trennt. Direkt am Pass hatten wir unser Basislager geplant (sehr eindrucksvoller Gletscher) und wollten über den Südwestgrat aufsteigen.

Doch zu unserer Verblüffung fährt der Bus zielstrebig am Basislager und scheinbar auch am Berg vorbei, was uns arg verwundert und die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Fahrer und Begleitoffizier (übrigens ein netter und ständig um uns besorgter Mensch) versichern uns aber, dass alles seine Richtigkeit hat und wir zum Basislager gebracht werden, wo uns bereits unser nepalesischer Koch Ganesh Rai sowie eine weitere Expedition, bestehend aus einer nicht englisch sprechenden Mexikanerin, einem 62jährigen japanischen Kindergartenbesitzer und zwei
"Climbing Sherpas", erwarten. Nach einer abenteuerlichen Furtdurchquerung erreichen wir tatsächlich den besagten Ort, idyllisch auf der Westseite des Berges an einem Bergbach in einem weitläufigen Wiesengelände gelegen, wo Yaks und Schafe weiden. In unserem Permit steht nichts vom Südwestgrat, sondern nur "normal route". Dies ist angeblich der Weg von Westen, von dem wir vorher noch nie was gehört haben. Auch unser zweiter Berg ist nur als
"another 6000 meter mountain" auf dem Permit verzeichnet, unser Wunschberg Jetung Chusang liegt von hier aus fast unerreichbar auf der anderen Seite des Nojin
Kansa.
Wir finden uns mit der Situation ab. Nach einigen Verhandlungen versichert uns der Begleitoffizier, dass wir in das Basislager am Jetung Chusang umgesetzt werden, sobald wir am Nojin Kansa fertig sind - das ist zumindest ein kleiner Trost.
Das Basislager liegt nur 4760 m hoch und recht weit vom Bergfuß weg (am Karo La Pass startet man unmittelbar am Bergfuß auf 5000 m zur Besteigung), dafür ist es aber ein sehr gemütlicher Platz.
Hier im Basislager hat Ganesh sein Schlafzelt, das Kochzelt und für uns ein großes Mannschaftszelt, in dem wir essen und uns aufhalten können. In einem weiteren Zelt schlafen die Begleitoffiziere der beiden anwesenden Expeditionen. Des Weiteren gibt es ein Toiletten- und ein Duschzelt. Wir schlafen in vier Zelten und benutzen ein weiteres als unser Materiallager.

13.9. Ruhetag
Nachdem wir gestern Abend wegen der einsetzenden Dunkelheit relativ schnell unsere Zelte aufbauen mussten, nutzen wir den heutigen Ruhetag, um uns häuslich einzurichten. Wir checken noch einmal unsere Ausrüstung, bauen die Zelte auf, testen die Kocher und überprüfen die Einstellung der Steigeisen. Aus dem zwei Kilometer entfernten Dorf schauen immer wieder einige Bewohner vorbei, vor allem Jugendliche. Diese bieten unserem Koch ihre Hilfsdienste an, die er gern annimmt.
Beim Test der Kocher stellt sich heraus, dass die Benzinkocher schlecht bis gar nicht mit Kerosin arbeiten. Benzin ist aber hier schwer aufzutreiben. Mit Ganesh und unserem Begleitoffizier wird für uns ein Schreiben aufgesetzt, in dem auf tibetisch und chinesisch steht, dass wir um Benzin bitten. Uwe und Jo laufen über eine Stunde ins Dorf und weiter zurück zur Passstraße und versuchen, ein Auto anzuhalten, um dem Fahrer Benzin abzukaufen. Nach mehreren Stunden kehren sie leider ohne Erfolg zurück.
14.9. Aufstieg Richtung Lager 1 (I)
Heute wollen wir uns erstmals unserem Berg, dem Nojin Kansa, nähern. Der Aufstieg zum Lager 1 ist geplant. Bevor es losgeht, steht aber noch eine buddhistische Zeremonie auf dem Programm, bei der alle Basislagerbewohner und auch die zufällig anwesenden Dorfbewohner teilnehmen. Von den anwesenden Sherpas war bereits vor unserer Ankunft aus Steinen eine Stupa errichtet und an dieser sternförmig bis zu 30 Meter lange Girlanden aus Gebetsfahnen befestigt worden. Hier findet die Zeremonie statt, mit der um einen Gipfelerfolg und vor allem um unsere unversehrte Rückkehr gebeten wird. Dies geschieht mit Gebeten und verschiedenen Opfern (Reis, Mehl und Cola). Außerdem verbeugen wir uns alle dreimal vor der Stupa bis auf den Boden. Zu guter letzt opfern wir noch kleine Geldscheine.

Am späten Vormittag brechen wir dann Richtung Lager 1 auf, welches die andere Expedition am Gletscherrand auf 5800 Metern angelegt hat. Über 1000 Höhenmeter sind ein stattlicher Höhenunterschied für die Etappe zum ersten Hochlager. Dabei haben unsere Rucksäcke mit Zelten,
Isomatten, Eispickeln, Kochern, Töpfen und jeder Menge Fertignahrung ein ordentliches Gewicht. Anfangs läuft man über relativ flache Almwiesen, ohne allzu sehr an Höhe zu gewinnen. Allmählich werden diese steiler und das Gehen anstrengender. Auf etwa 5000 Metern geht die Wiese in Geröll über – spröde Schieferplatten, die unangenehm zum Laufen sind. Wir machen häufig Pause und kommen ob der schweren Rucksäcke langsam voran.
Auf 5400 Metern Höhe steilt der Hang für etwa 200 Höhenmeter stark auf. Das Gehen ist hier extrem mühsam: die Steine kippen und brechen, man rutscht bei den meisten Schritten ein Stück zurück, was viel Kraft und Konzentration kostet. Doch irgendwann ist auch das überstanden. Auf einem flacheren Grat, der schöne Blicke auf die nahen Gletscher bietet, geht es jetzt leichter aufwärts, doch die Zeit ist schon fortgeschritten. Als der Grat schmaler und felsiger wird, sind wir unsicher, wie der Weg weitergeht. Wir entschließen uns, in 5650 Metern Höhe unser Gepäck zu deponieren und abzusteigen. Wir verpacken das meiste in einem großen Sack, der eigentlich als Schutzhülle für einen Rucksack gedacht war und steigen ab. Da wir zwischen den Felsgendarmen eine steile, aber sicher scheinende Schuttreisse entdecken, nutzen wir diese für den direkten Abstieg und fahren im Geröll ab, wodurch wir besonders im ersten Teil schnell vorankommen. Zurück im Basislager erfreuen und stärken wir uns am mehrgängigen Menü, was uns unser Koch Ganesh vorsetzt.
15.9. Ruhetag
Nach den gestrigen Anstrengungen ist der heutige Ruhetag sehr willkommen. Wir verbringen ihn mit Duschen, Wäsche waschen und lesen. Stefan muss seinen Rucksack reparieren, bei dem ausgerechnet auf dem Weg zum Lager 1 neben den Hüftgurtschnallen auch noch drei kleinere Schnallen geplatzt waren: Offensichtlich ist in der Höhe der restliche Weichmacher auf einen Schlag aus den Plastikschnallen entwichen.
Jana und Ingo wollen noch mal zur Passstraße gehen und versuchen, Benzin aufzutreiben. Als sie nach zwei Kilometern das Dorf fast erreicht haben, sehen sie am Flussufer einen Jeep stehen. Hoffnungsvoll gehen sie darauf zu. Der Fahrer des Jeeps schläft. Sie wecken ihn und zeigen ihn den Zettel mit der Botschaft auf chinesisch und tibetanisch, die er auch recht schnell versteht. Er öffnet die Motorhaube, zieht eine Benzinleitung ab, die wir in unsere mitgebrachten Plastikflaschen halten, und startet den Motor. In kürzester Zeit haben wir zwei Flaschen gefüllt und geben dem Fahrer dafür 5 Dollar. Damit scheint er hochzufrieden zu sein. Da er etwas Englisch kann, unterhalten wir uns mit ihm. Er gehört zu einer Trekkinggruppe, die von hier aus eine viertägige Tour unternimmt. Während dieser Zeit wartet er mit seinem Jeep hier neben dem Dorf auf deren Rückkehr.
16.9. Aufstieg zum Lager 1 (II)
Heute wollen wir wieder zum Lager 1 aufsteigen. 10:40 Uhr brechen wir auf. Wieder sind unsere Rucksäcke nicht gerade leicht. Wir wollen zuerst das Lager 1 erreichen, unsere Rucksäcke leeren und dann noch einmal die 150 Höhenmeter zu unserem Depot absteigen und die dort liegenden Sachen in Lager 1 holen. Der Aufstieg ist wieder sehr mühsam, obwohl wir uns dieses Mal schon besser an die Höhe gewöhnt haben. Uwe und Jo, die einen deutlichen Vorsprung haben, entdecken ca. 100 Meter vor unserem Depot die Spuren der anderen Expedition, die hier nicht dem Grat folgen, sondern in dessen östliche Flanke hinausqueren. Diesen Spuren folgen sie. Als Jana, Stefan und Ingo an diese Stelle kommen, ist es schon wieder recht spät. Sie ahnen, dass heute die Zeit nicht reichen wird, um vom Lager 1 nochmals hierher abzusteigen, um das Depot aufzulösen und die Sachen ins Lager 1 zu bringen. Deshalb holen Stefan und Ingo mit viel Mühe den Sack aus dem Depot hier herunter an den Abzweig vom Grat. Sie laden sich zusätzlich zur bisherigen Last zu zweit die Zelte und Isomatten auf und setzen ihren Weg fort. Jetzt geht es noch langsamer voran. Auf den letzten 100 Höhenmetern wechseln Kräfte zehrende Geröllpassagen und kurze unangenehme Kletterstufen einander ab. Die letzten Meter zum Lager führen wieder über einen etwas flacheren Geröllrücken. Uwe und Jo, die das Lager bereits erreicht haben, gehen den anderen drei sofort entgegen, um ihnen etwas von ihrer Last abzunehmen. Da es bereits dunkel wird, ist es für eine Rückkehr ins Depot schon zu spät. Im Lager 1 treffen wir auf die beiden Sherpas der anderen Expedition und ihre beiden Kunden, die uns allen einen kleinen Becher heißen Tee anbieten. Wir schaufeln in der einsetzenden Dämmerung drei ebene Stellplätze, um unsere Zelte aufstellen zu können. Da unsere Kocher und Töpfe noch im Depot sind, können wir leider erstmal nichts kochen. Glücklicherweise hat Jana ihren Spirituskocher dabei. Doch wie wollen wir ohne Topf Schnee schmelzen und kochen? Nach längerem Bitten leiht uns die andere Expedition ihren Topf. Im Dunkeln kochen wir zwei Liter Tee, so dass jeder für die Nacht einen knappen halben Liter zur Verfügung hat. Das ist nicht viel, doch immerhin besser als nichts.

17.9. Depotauflösung Lager 1
In der Nacht schneit es recht stark. Immer wieder hören wir, wie der frisch gefallene Neuschnee vom Zelt rutscht. Mit Klopfen von innen gegen die Zeltwand helfen wir etwas nach. Ein wenig Sorge haben wir, dass es nicht aufhören und damit irgendwann die Last auf unseren Zelten zu groß werden könnte. Doch die Ängste sind unbegründet. Rechtzeitig lässt der Schneefall nach. Besser als erwartet verbringen wir die Nacht in 5800 Metern Höhe. Am Morgen brechen wir sofort Richtung Depot auf. Bis etwa 5500 Meter erstreckt sich die geschlossene Schneedecke. Es wird noch einige Stunden dauern, bis die warme Sonne den Schnee wieder weggeleckt haben wird. Der Schnee ist aber auch zu unserem Vorteil: Am Depot, wo sonst keinerlei Wasser ist, können wir sofort beginnen, Schnee zu schmelzen und uns einen Tee zu kochen. Nachdem wir alle reichlich getrunken haben, teilen wir die verbleibenden Sachen unter uns auf und machen uns auf den Rückweg zum Lager 1. Dabei müssen wir erneut über die unangenehmen Geröll- und Kletterpassagen. Mit dieser Aktion ist der Vormittag ins Land gegangen. Nachdem wir ausreichend gegessen und getrunken haben, ruhen wir uns aus und verbringen den Nachmittag, der sonnig und warm wird, im Zelt.
18.9. Aufstieg Lager 2
Heute wollen wir weiter ins nächste Lager aufsteigen. Geröll und Schotter liegen zum Glück hinter uns und wir freuen uns auf Eis und Firn. Das Wetter ist nicht besonders gut und gegen 11:00 Uhr kommen wir los Auf den ersten knapp 200 Höhenmetern geht es in mehreren nicht zu steilen Stufen aufwärts. Ab den letzten Felsen gehen wir am Seil. Vor uns liegt ein ca. 300 Meter hoher Firn- und Eiswall, der an den steilsten Stellen bis 50° Grad aufweist. Hier hat die andere Expedition ein Fixseil liegen, was uns die Richtung vorgibt. Anfangs noch etwas flacher, ist recht bald der steilere Teil erreicht. Bei Sturm und Schneefall geht es langsam bergan. Wir gehen am laufenden Seil, wozu Uwe in größeren Abständen unsere Firnanker setzt. Vereinzelt nutzen wir auch einen der Firnanker, mit denen das Fixseil befestigt ist. Zwischen 6200 m und 6300 m flacht der Hang allmählich ab, dafür wird der Schnee tiefer, so dass wir viel Kraft für das Vorwärtskommen aufwenden müssen. Auf ca. 6350 m entscheiden wir uns, wieder ein Depot einzurichten. Alles wird im bewährten Sack verstaut, etwa 30 cm tief im Schnee eingegraben und mit einer Fahne markiert. Zur Sicherheit wird noch die Position via GPS ermittelt. Dann geht es zurück ins Lager 1 und weiter ins Basislager. Einmal mehr werden wir liebevoll von Ganesh empfangen und bewirtet.

19.9./20.9. Ruhetage
Zwei Ruhetage stehen an, die wir mit den üblichen Beschäftigungen ausfüllen: Lesen, Duschen und Wäsche waschen. Die Climbing Sherpas der anderen Expedition, einen Tag vor uns zur Erholung ins Basislager zurückgekehrt, machen uns in einem langen und aufgrund ihres schlechten Englisch mühevollen Gespräch klar, dass sie für den Fall der Nutzung der Fixseile durch uns 1000 $ verlangen. Wir lehnen dankend ab und machen ihnen klar, dass wir gemeinsam am „mobilen“ Seil aufsteigen wollen, eine Technik, die zu unserer Verwunderung offensichtlich nicht bekannt ist oder zumindest nicht genutzt wird. Am Ende des Gespräches sind wir uns nicht sicher, ob die Sherpas nicht auch noch für die für ihre Klienten vorgenommenen Wegmarkierungen mit Fähnchen Geld verlangen wollten.
21.9. Gipfelversuch: Aufstieg ins Lager 1 (III)
Zum dritten Mal steigen wir nun schon vom Basislager ins Lager 1 auf. Dieses Mal wollen wir aber weiter bis zum Gipfel vorstoßen. Während Jo, Uwe und Stefan den bewährten Weg wählen, versuchen Jana und Ingo eine neue Variante. Sie trennen sich auf ca. 5000 Metern von den anderen, steigen recht bequem über einen langgezogenen Rücken bis 5400 m auf. Von hier führt ein 400 Meter hoher Geröllhang ziemlich geradlinig bis zum Lager 1. Die ersten 250 Höhenmeter lassen sich mäßig bis gut ersteigen. Doch dann wird der Hang steiler und das Geröll lockerer. Bei jedem Schritt rutscht man mit dem ganzen Schotter zurück. Es ist extrem mühsam. Irgendwann haben die beiden es geschafft. Aufgrund der letzen 150 Höhenmeter ist dieser Aufstieg nicht nochmals zu empfehlen.
22.9. Aufstieg ins Lager 2
Heute wollen wir zu unserem Depot, mit der Ausrüstung noch weiter aufsteigen und ein Lager 2 einrichten. Das Wetter ist gut. Doch wieder einmal kommen wir langsamer voran als geplant. Wir steigen wieder am laufenden Seil durch den langen steilen Firnhang. Als wir unser Depot erreichen, ist es schon recht spät. Der Weiterweg scheint über einen allmählich schmaler werdenden Firngrat zu verlaufen und dann in eine Seraczone überzugehen. Zu so fortgeschrittener Stunde erscheint uns das als ein zu riskantes Unternehmen. Am Depot ist zwar auch nicht allzu viel Platz, aber für drei nebeneinander aufgebaute Zelte scheint es zu reichen. So beginnen wir, drei Plateaus für die Zelte zu schaufeln. Den weggeschaufelten Schnee schichten wir auf der Südseite der Zelte als Windschutz wieder auf. Unser Lagerplatz ist diesmal ziemlich exponiert. Als wir kochen und unser Abendessen verzehren, ist es bereits dunkel.

23.9. Aufstieg ins Lager 3
Als der Tag beginnt, ist es wolkenverhangen und windig, und es schneit. Wir frühstücken und warten auf besseres Wetter. Gegen Mittag wird es tatsächlich besser. Bis wir alles zusammengepackt haben und startklar sind, ist es bereits 14:30 Uhr. Dennoch brechen wir auf. Das kurze flache Gratstück ist trotz des Neuschnees relativ schnell passiert. Es folgt eine Senke und neben einem Serac geht es steil und kühn ein kurzes Stück bergauf. Im Neuschnee benötigen wir viel Zeit und Kraft. Danach geht es über gleichmäßig steile Hänge aufwärts. Das Spuren im frischen Schnee geht nur langsam vonstatten. Recht bald wird es auch schon wieder Abend. Der Schnee wird immer weicher und tiefer. Wir kommen kaum noch voran. 19:00 Uhr erreichen wir ein etwas flacheres Stück, was aber von einer ziemlich großen Spalte durchzogen ist. Nach längerer Diskussion entscheiden wir uns, hier auf 6550 Metern Höhe zu bleiben und auf dem Rand der Spalte unsere Zelte aufzubauen. Bei Kälte und Dunkelheit kochen und essen wir.

24.9. Togolung (6733 m)
Am nächsten Morgen begegnet uns die andere Expedition, die bereits im Abstieg ist. Die Mexikanerin hat mit den Sherpas den Gipfel nach einer sehr langen Etappe erreicht, der Japaner war "nur" bis zum Vorgipfel Togolung gekommen.
Und dann passiert ein folgenschweres Malheur: Uwes zum Trocknen ausgebreiteter Schlafsack verabschiedet sich mit einem leichten Windstoss auf Nimmer Wiedersehen Richtung Tal. Krisenstimmung. Ein Schlafsack fehlt, Essen, Gas und Klopapier werden nicht mehr für uns alle fünf für einen Gipfelversuch reichen.
Stefan und Ingo, die beide mit ständiger Erkältung zu kämpfen haben, wollen zusammen mit Jana absteigen, damit die anderen beiden eine reelle Chance haben. Uwe, der mit Jo den fittesten Eindruck macht, bekommt von Ingo seinen Schlafsack. Mit den restlichen Vorräten ausgestattet, können Jo und Uwe den Gipfel versuchen.

Bevor Jana, Ingo und Stefan wieder absteigen, wollen sie aber zumindest noch den Vorgipfel Togolung besteigen. Kurz vor dem Gipfel erwischt uns ein ausgewachsenes Gewitter, so dass wir ihn zunächst nicht erreichen. Jana, Stefan und Ingo warten über eine halbe Stunde, bis das schlimmste vorüber ist und steigen zurück zum Zelt. während Jo und Uwe sich Richtung Togolung und weiter Richtung Nojin Kansa auf den Weg machen. Plötzlich reißt es schlagartig auf und Ingo, bereits über 100 Höhenmeter abgestiegen, kehrt noch einmal um in Richtung
Togolung. Dort trifft er noch einmal auf Uwe und Jo und genießt kurz die Aussicht auf die anderen Gipfel des Massivs, der Hauptgipfel sieht noch sehr fern aus (wenn auch von hier nicht mehr sehr hoch). Auf der Südseite des Karo La sieht man deutlich den markanten Jetung
Chusang, der von hier viel höher aussieht, als die 6247 m, die wir aus der Landkarte kennen. Ingo verabschiedet sich von Uwe und Jo und wünscht ihnen viel Glück. Zurück am Lager 3, es ist bereits 16:00 Uhr, bauen die restlichen drei die verbleibenden Zelte ab, da sie heute noch möglichst weit absteigen wollen. Sie kommen allerdings nur bis 6440 m, wo sie mitten in der Seraczone das nächste Gewitter überrascht. Sie merken, dass sie heute Lager 2 nicht mehr erreichen. Ohne Kocher, mit einem Schlafsack zuwenig, mit nur 2,5 Liter Wasser in den Thermoskannen und auf einem winzigen und sehr windigen Zeltplatz in einem Gletscherbruch steht ihnen eine spannende Nacht bevor. Aus Platzgründen schlafen sie zu dritt in einem Zweimannzelt. Ingo liegt in der Mitte, komplett angezogen, zusätzlich mit Schlafsack-Inlett und drei Daunenjacken bekleidet (eine angezogen, eine über den Füßen und eine um den Bauch).
Währenddessen sind Jo und Uwe vom Togolung auf der anderen Seite wieder ein kurzes Stück abgestiegen. Nach dem steilen Aufstieg zum Togolung ist das Gelände auf dem Gipfelplateau deutlich flacher. Schon bald richten sie an einer geeigneten Stelle ihr Lager ein und rüsten sich für die morgige
Gipfeletappe.

25.9. Gipfelversuch am Nojin Kansa
Heute ist sehr gutes Wetter. Jo und Uwe starten zum Gipfel. Die Spuren der anderen Expedition sind verweht. Dennoch versuchen sie, diesen zu folgen, weil man in den zugeschneiten Fußstapfen nicht so tief einsinkt. Uwe spurt und Jo geht mit dem Rucksack an zweiter Position. Viele Gegenanstiege und lange ebene Passagen kosten Zeit und der Gipfel kommt nur sehr langsam näher. Am Nachmittag, auf ca. 7000 Metern, müssen die beiden einsehen, dass die Zeit nicht mehr ausreicht, um heute den Gipfel zu erreichen. Die Vernunft siegt und die beiden kehren um, damit sie rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit zurück am Zelt sind.


Währenddessen haben die anderen drei in ihrem Zelt 500 Höhenmeter tiefer die Nacht auch relativ gut überstanden. Ziemlich hungrig steigen sie, nachdem sie die Sonne endlich wärmt, weiter ab.
Das Lager 2 lösen sie bis auf wenige Päckchen Fertignahrung für Uwe und Jo auf und steigen weiter in Lager 1 ab. Dabei müssen sie wieder über den langen und steilen Firnhang absteigen. Wind und Neuschnee haben in den letzten Tagen die Lawinengefahr ansteigen lassen, so dass sie hier sehr nervös und ängstlich sind. Doch endlich erreichen sie wohlbehalten Lager 1. Die drei sind erleichtert, auch weil sie endlich wieder einen Kocher haben (die anderen haben sie tags zuvor alle beide Jo und Uwe mitgegeben), und damit Suppe und Getränke kochen können. Doch bis zum Basislager liegen noch über 1000 hm vor Jana, Stefan und Ingo. Nachdem sie sich im Lager 1 etwas gestärkt haben, packen sie möglichst viel in ihre Rucksäcke und steigen gegen 18:00 Uhr weiter Richtung Basislager ab. Nur, was sie nicht mehr tragen können (vor allem Kocher und Fertignahrung), lassen sie für Uwe und Jo zurück.
Auf dem Abstieg merken sie, dass sie dehydriert, ausgehungert und entkräftet sind. Der Weg scheint immer länger zu werden. Erst gegen 20:30 Uhr erreichen sie mit der letzten Dämmerung das Basislager. Der Begleitoffizier begrüßt alle erleichtert und spendiert jedem ein
"Lhasa"-Bier. Noch herzlicher ist der Empfang durch Ganesh. Seine wunderbare Nudelsuppe und das anschließende Menü bringen sie schneller als gedacht wieder zu Kräften.
26.9. Abstieg
Am Morgen steht Uwe um 4:00 Uhr auf, um allein einen erneuten Gipfelversuch zu starten. Doch schon nach wenigen Metern muss er feststellen, dass der gestrige Tag und zwei Nächte auf 6700 m Höhe ihn stärker als gedacht erschöpft haben. So kehrt er bereits nach kurzer Zeit um. Als es dann hell wird, bereiten sich beide, Jo und Uwe, für den Abstieg vor.

Lang und beschwerlich ist dieser Abstieg vom Lager hinter dem Togolung zurück ins Basislager (ca. 2000 Höhenmeter). Nach Mittag sehen Jana, Stefan und Ingo sie das erste Mal als schwarze Punkte zwischen Wolkenfetzen auf ca. 6550 Metern Höhe auftauchen. Glücklicherweise bekommen wir in diesem Moment Funkkontakt. So erfahren die drei im Basislager bereits, dass Jo und Uwe den Gipfel nicht erreicht haben. Bis die beiden das Basislager erreichen, werden noch einige Stunden vergehen - erst gegen 20:30 Uhr sind sie unten eingetroffen. Vom erleichterten Begleitoffizier gibt es wieder für alle Bier und Ganesh zieht alle Register, damit wir wieder zu Kräften kommen.
Bereits auf dem Berg haben wir vor einigen Tagen entschieden, auch bei Nichterfolg keinen weiteren Gipfelversuch zu starten, sondern uns noch am Jetung Chusang zu versuchen. Die Mexikanerin und der Japaner haben mit Ihrer Expedition bereits das Basislager verlassen und so haben wir für Mittwoch, den 29.9., beim Begleitoffizier das Umsetzen des Basislagers an den Jetung Chusang beantragt.
27.9. Ruhetag
Unseren letzten Ruhetag im Basislager am Nojin Kansa verbringen wir gewohnt mit Duschen, Wäsche waschen und lesen. Nachdem die andere Expedition schon weg ist, ist es hier noch stiller als bisher. Ein wenig Wehmut und Abschiedsstimmung macht sich breit.
28.9. Umzug ins Basislager am Jetung Chusang
Heute ziehen wir zusammen mit unserem Koch und den beiden Bergleitoffizieren in das Basislager des Jetung Chusang um. Die Strecke über den Karo La Pass dorthin beträgt weniger als 20 Kilometer. Statt einen Truck und einen Bus dafür aus dem fernen Lhasa zu holen, werden im zwei Kilometer entfernten Dorf zwei Bauern mit ihren beiden winzigen dreirädrigen Mitsubishitraktoren angeheuert. Wir können uns nicht vorstellen, dass das gesamte Expeditionsgepäck darauf Platz hat - doch es ist möglich! Noch verblüffter sind wir, als wir alle gebeten werden, auf dem riesigen Berg aus Gepäckstücken Platz zu nehmen.

Als unvorstellbare Karawane tuckern wir auf diese Weise über den Karo La Pass ins neue Basislager. Dabei werden auch zwei scheinbar unmögliche Furtpassagen gemeistert. Am Karo La Pass sehen wir unser ursprünglich geplantes Basislager. Durch die Nähe zur Passstrasse wären wir hier eine viel besuchte Touristenattraktion gewesen - da ging es auf der Westseite schon beschaulicher zu.
Nachdem wir über den Pass sind, suchen wir in dem engen Tal nach einer geeigneten Stelle für ein Basislager am Fuße des Jetung
Chusang. Wir fürchten, dass wir das Lager irgendwo zwischen Straßenböschung und Fluss aufbauen müssen. Wir sehen den Berg auf der Fahrt von seiner schwierigen und abweisenden Westseite. Nach unseren Recherchen müsste auf der Ostseite ein flacherer Gletscher in langem Rechtsbogen bis zum Gipfel führen. An der Stelle, wo wir den Zugang vermuten, entdecken wir eine Furt mit Fahrspuren und eine weitere abenteuerliche Flussdurchquerung folgt. Als wir um die Ecke biegen, entdecken wir nicht nur den erwarteten Gletscher, sondern auf einer idyllischen Wiese an einem Bach auch ein von einer größeren Expedition bewohntes Basislager. Wir richten uns daneben ein und kaum, dass Küchen- und Aufenthaltszelt stehen, hat Ganesh schon wieder die erste Suppe für uns gekocht.
Wir erfahren von der anderen Expedition, dass es sich um sieben japanische Seniorenbergsteiger (Durchschnittsalter 66 Jahre) mit acht Climbing Sherpas handelt, die mit großem materiellem Aufwand (Flaschensauerstoff, mehrere hundert Meter Fixseil) dem Berg zu Leibe gerückt sind und an unserem Ankunftstag zwei Bergsteiger auf dem Gipfel hatten.
Zu unserer Verwunderung erfahren wir auch, dass der Berg nicht Jetung Chusang heißt, dass er 6647 m statt der von uns recherchierten 6247 m hoch ist und dass die Japaner drei Hochlager eingerichtet haben.
Wir haben nur von Donnerstag bis Sonntag für die Besteigung Zeit, da können wir maximal noch zwei Lager einrichten. Wieso das nicht der Jetung Chusang sein soll, ist für uns auch unbegreiflich. So bleiben viele Fragen.

29.9. Aufstieg zum Lager 1 am Jetung Chusang
Wir brechen dennoch am nächsten Tag bei Superwetter gegen 11:00 Uhr Richtung Berg auf. Nach kurzer Zeit kommt uns ein tibetischer Führer der Japaner entgegen. Er ist sehr gut informiert und spricht ein gutes Englisch.: Der Berg hat zwei verschiedene Namen, die Japaner haben uns den uns unbekannten genannt. Es ist aber sehr wohl der Jetung
Chusang. Dieser hat zwei Gipfel, wovon einer tatsächlich 6647 m, einer etwa 150 Meter niedriger ist. Die Japaner waren auf dem Hauptgipfel.

Sie haben tatsächlich 3 Lager: auf 5600 m, auf 5800 m und auf 6160 m. Diese seien so dicht beisammen, dass man problemlos an einem Tag das mittlere überspringen kann. Der Guide sagt noch, dass der Gipfelaufbau zwar etwas steiler, aber
"not difficult" sei.
Optimistisch gehen wir weiter. Nach kurzer Zeit kehrt Jana um - sie hat am Nojin Kansa zu viel Energie gelassen und entscheidet sich dafür, uns allein weiterziehen zu lassen und ins Basislager zurückzukehren.
Über Moränen am rechten Rand des Gletscherbruches erreichen wir Lager 1. Hier gibt es sogar Gletscherbäche, so dass wir keinen Schnee schmelzen müssen.
30.9. Aufstieg zum Lager 2 am Jetung Chusang
Heute folgen wir den Spuren der Japaner. Da es schon einige Tage nicht geschneit hat, sind die Spuren gut erhalten und erleichtern uns den Aufstieg. In langen flachen Bögen umgehen wir die Spaltenzonen und erreichen bereits nach 90 Minuten das Lager 2 der Japaner.
Danach wird der Anstieg etwas steiler und spaltiger. Eine breitere Randkluft hält uns etwas auf. Dankenswerterweise haben die Japaner genau hier ein Fixseil hängen gelassen, was uns jetzt hilft. Nach ca. 6 Stunden erreichen wir das Lager 3 der Japaner, kurz vor Beginn des steileren Gipfelaufbaus des Jetung
Chusang, welches unser Lager 2 wird. Die andere Expedition hat zu unserer Überraschung Töpfe, Kellen, Firnanker, Zeltsäcke, Klopapier und Schneeheringe zurückgelassen.
Jana macht heute einen Ruhetag im Basislager.

1.10. Gipfelerfolg am Jetung Chusang (6647 m)
Heute stehen wir um 7:30 Uhr auf, um die letzten 500 Höhenmeter am Jetung Chusang in Angriff zu nehmen.
9:25 Uhr brechen wir zum Gipfel auf, den wir um 13:05 Uhr erreichen werden. Der spaltenfreie Aufstieg wird nach einem kurzen flachen Anfang recht schnell steiler. Nach etwa 200 Höhenmetern wird es wieder etwas flacher und die Spur quert über einen großen Firnhang. 100 Höhenmeter unter dem Gipfel erreichen wir einen länglichen Absatz. Hier machen wir noch einmal Pause und nehmen den letzten Gipfelhang ohne Seil und Rucksack in Angriff. Die letzten Meter zum höchsten Punkt führen über einen flachen und ebenmäßigen Firngrat.
Die Sicht von hier oben reicht im Norden zum nahen Nojin Kansa, im Süden über einen fast 5000 Meter hoch gelegenen See hinweg zu den schneebedeckten 7000ern jenseits der bhutanischen Grenze. Im Osten liegen die Buchten und Halbinseln des Yamdroksees unter uns, der auf Matterhorngipfelniveau liegt.
Wir haben Funkkontakt mit Jana im Basislager.

13:30 Uhr beginnen wir mit dem Abstieg und sind bereits nach einer Stunde wieder an den Zelten, obwohl Uwe eifrig die zurückgelassenen Firnanker der Japaner am Wegesrand einsammelt. Da es im Lager kalt und windig ist, beeilen wir uns mit dem Zusammenpacken und ziehen gegen 16:00 Uhr weiter. Um 18:00 Uhr machen wir noch einmal am Lager 1 eine kurze Rast, wo wir unseren Müll der vorletzten Nächtigung noch mit verstauen müssen. Weiter geht der Abstieg und gegen 20:00 Uhr sind wir wieder im Basislager zurück. Das war ein perfekter Gipfeltag und vielleicht waren wir sogar die ersten Deutschen auf diesem wunderschönen Berg. Als Höhepunkt gab es dann noch (leider zum letzten Mal) ein festliches Dinner von Ganesh mit Kuchen als Gipfelbelohnung und vom Begleitoffizier eine Kiste Bier. Außerdem Wein, den wir vor vier Wochen in Kathmandu erworben haben.

2.10. Yamdroksee
Die uns genehmigte Besteigungszeit ist mit dem heutigen Tag vorbei. Wir verlassen das schöne Basislager nach bereits vier Tagen wieder. Ganesh macht sich mit dem LKW auf dem dreitägigen Landweg Richtung Kathmandu auf den Weg und nimmt den Grossteil unseres Gepäcks mit. Wir fahren mit den Begleitoffizieren in einem kleinen Bus Richtung
Lhasa. Am türkisfarbenen Yamdroksee schlagen wir zum letzten Mal unsere Zelte auf und trinken den letzten Wein und das letzte Bier, während unsere Begleiter in einem nahen Hotel übernachten.

3.10. Fahrt zum Flughafen nach Gongkar
Unser letzter Tag in Tibet ist angebrochen. Wir fahren über den Kamba La Pass zurück nach
Gongkar, dem Flughafen von Lhasa. Am Airporthotel verabschieden sich unsere Begleiter recht schnell. Das Hotel direkt am Flughafen hat seine besten Tage bereits lange hinter sich gelassen. Eine Beschwerde über kaputte Toiletten, abgeplatzte Badezimmerkacheln oder zerrissene Bettlaken ist so gut wie aussichtslos, kann doch das komplette Personal kein Englisch. Die Küche des Hauses ist ganz passabel, auch wenn Kaffee hier unbekannt zu sein scheint.
4.10. Rückflug nach Kathmandu
Wir überstehen auch diesen Nachmittag und die Nacht im Airporthotel und sitzen nun schon wieder im Flugzeug nach
Kathmandu. Wir haben zwar Fensterplätze, aber leider auf der falschen Seite. So sehen wir
Makalu, Everest, Lhotse, Nuptse und Cho Oyu nur, wenn die Fluggäste auf der anderen Seite für kurze Augenblicke einmal nicht ihre Nase an die Scheibe drücken.

In Nepal werden wir wieder freundlich von unserer Agentur empfangen und werden nochmals zwei Nächte im Hotel Harati verbringen. Am Nachmittag steht noch einmal Shopping und Sightseeing auf dem Programm.
5.10. Sightseeing: Bhaktapur
Mit dem uns vertrauten Führer Sangha lernen wir heute nochmal eine der Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung von Kathmandu kennen: die ehe-malige Königsstadt
Bhaktapur. Ein letztes Mal bestaunen wir Tempel und Stupas. Interessant ist auch der Stadtbezirk der Töpfer. Ein großer öffentlicher Platz wird zum Trocknen und Lasieren der Tongefäße genutzt, die dann unter vielen Lagen Stroh nur wenige Meter weiter gebrannt werden. Am Abend trifft Ganesh mit unserem Gepäck ein. Wir können nochmals umpacken, so dass nur noch drei Tonnen Frachtgepäck übrig bleiben. Aus Zeitgründen können wir sie nicht mehr selbst zum Flughafen bringen. Niru Rai von unserer Agentur ist so freundlich, dies morgen für uns zu erledigen. Am Abend sind wir bei ihm und seiner Familie zu Hause zum Abendessen eingeladen, was wir dankend annehmen. Zu später Stunde kehren wir zurück ins Hotel, wo noch die letzten Handgriffe beim Packen unserer Rucksäcke zu erledigen sind.

6.10. Flug nach Bahrain
Bereits um 4:00 Uhr müssen wir aufstehen, da wir am frühen Morgen nach Bahrain fliegen, wo wir gegen 10:00 Uhr Ortszeit eintreffen. Hier haben wir 16 Stunden Aufenthalt. Als wir uns nach einem Mietauto oder Taxi erkundigen wollen, erfahren wir zu unserer Überraschung, dass uns als Weiterreisende für den Aufenthalt in Bahrain von der Fluggesellschaft netterweise Hotelzimmer mit zwei Mahlzeiten gestellt werden. So werden wir kurz darauf bei 33°C und Sonnenschein mit dem Bus zum Hotel Hilton gefahren. Dort verbringen wir den Tag, indem wir nach der kurzen Nacht Schlaf nachholen und im Pool schwimmen. Jana und Ingo machen am Nachmittag einen Rundgang durch die Stadt und entlang der Uferpromenade, an der auf mehreren Großbaustellen neue Hochhäuser entstehen. Gegen 23:00 Uhr werden wir vom Hotel mit dem Bus zum Flughafen gebracht.
7.10. Ankunft Frankfurt/Main
Nach siebenstündigem Nachtflug erreichen wir am Morgen Frankfurt am Main, das uns mit mildem Spätsommerwetter begrüßt.